Hertha BSC holt Weihnachtscup zurück

Fröhliche Hertha-Meute: Die Berliner Fußballtalente feiern ihren Triumph beim GMHütter Weihnachtscup. Foto: Lewandowski
Fröhliche Hertha-Meute: Die Berliner Fußballtalente feiern ihren Triumph beim GMHütter Weihnachtscup. Foto: Lewandowski

Nach einem Jahr Pause wieder Turniersieger in GMHütte – 1:0-Finalsieg gegen „96“ – Havelse überrascht 

 

schl. Georgsmarienhütte. Auf Hertha folgt Hertha folgt Hertha. Nach ihrem Gewinn vor zwei Jahren hatten die C-Junioren von Hertha BSC Berlin im Dezember 2009 ihren Namens- und Stadtvettern aus Zehlendorf den Vortritt lassen müssen. Doch bei der 28. Auflage des Kinnius-Weihnachtscups von Viktoria Georgsmarienhütte führte erneut kein Weg an „der alten Dame“ aus der Hauptstadt vorbei. Nach überzeugender Vorstellung sicherte sich das Team von Ex-Profi Ante Covic durch einen 1:0-Finalsieg über Hannover 96 seinen zweiten Cupgewinn.

Der Trainer und 116-fache Bundesligaspieler war entsprechend „schon ein bisschen stolz auf die Jungs. Wir hatten die spielerische Qualität und haben sicherlich nicht unverdient hier gewonnen“, sagte Covic nach einem intensiven und spannenden Finale. Darüber hinaus lobte der frühere Champions-League-Spieler die Organisationund die Qualität des Turniers, das in diesem Jahr erstmals unter der Hauptverantwortung von Dirk Franke über die Bühne ging.

Sportlich gesehen konnte der Hertha kein Team aus dem hochklassig besetzten Teilnehmerfeld das Wasser reichen. Seine Jungs hätten „in dieser Saison noch nicht mal ein Freundschaftsspiel verloren“, wie Covic schmunzelnd anfügte. Im Halbfinale wurde es allerdings richtig eng für sein Team.

Mit dem TSV Havelse hatte der Weihnachtscup seine absolute Überraschungsmannschaft gefunden. Über das Vorturnier am Samstag waren die Niedersachsen erst ins Hauptfeld gerückt. Dort kam nach ganz starken Leistungen erst nach dem umkämpften Halbfinale gegen den späteren Turniersieger mit 3:5 das Ende. Mit erfrischendem Kombinationsfußball verdiente sich der Landesligist den dritten Platz und stellten zudem mit Maximilian Eggestein den besten Spieler des Turniers. Zum besten Torwart wurde der Herthaner Schlussmann Cem Kagitci gewählt, erfolgreichster Torschütze war Onur Capin von Finalist Hannover 96 mit 14 Treffern.

Neben Covic war ein weiterer ehemaliger Profi als Trainer nach GMHütte gekommen. Ex-Bayern-Torjäger Carsten Jancker betreute das Team von Rapid Wien, das trotz technisch ansprechender Leistungen nicht in die Endrunde kam und am Ende den zehnten Platz belegte. Trotz teilweise starken Auftritten hatten die Teams aus der Region ebenso wenig mit der Entscheidung zu tun. Der VfL Osnabrück, in diesem Jahr erstmals Kooperationspartner beim Weihnachtscup, platzierte sich auf Rang 14, gefolgt von der gastgebenden Viktoria.

Abgerundet wurde das gelungene Turnier von einem ansprechenden Rahmenprogramm mit Tanzvorführung und Lasershow, sodass Organisator Franke zufrieden sein Fazit zog: „Wir haben viel unternommen und planen für das nächste Jahr schon weitere Dinge, um das Turnier noch attraktiver zu machen“, sagte der Organisationschef. Dazu gehöre natürlich auch das soziale Engagement. Unter dem Motto „Torchancen für Kinder“ spendet die Viktoria pro Turniertreffer einen Euro an „terre des hommes“.

Kinnius-Weihnachtscup, Platzierungsspiele; Spiel um Platz 15: Viktoria GMHütte - TeBe Berlin 4:3, um Platz 13: VfL Osnabrück - Holstein Kiel 1:5, um Platz 11: FC St. Pauli - Fortuna Düsseldorf 0:1, um Platz 9: Rapid Wien - VfL Bochum 1:5, um Platz 7: SC Paderborn - Preußen Münster 2:6, um Platz 5: 1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart 3:2, um Platz 3: TSV Havelse - Arminia Bielefeld 4:1, Finale: Hertha BSC Berlin - Hannover 96 1:0.

 

Quelle: Neue OZ

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